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Club W – Dem schemenhaften Vertrieb auf der Spur

 In diesem Artikel dreht sich alles um Club W. Ich möchte hiermit keinen Konflikt provozieren. Vielmehr ist mein Anliegen, dass Fitnessbegeisterte Stellung beziehen können. Und Du als Leser sollst einfach nur erfahren, was sich hinter Club W verbirgt.

Es geht um einen Vertrieb, dem man eigentlich auf dem ersten Blick keinerlei Vorwürfe machen kann.

Club W

Bildquelle: https://www.facebook.com/Club-W-773425646113627/

Weder in der Qualität ihrer beworbenen Produkte lassen sich große Mängel finden, noch bei den Leuten, die als Community hinter dem eigenem Rücken stehen und Dich in Deinen Zielen unterstützen. Es sind schon so viele Leute dabei; ganze Hallen lassen sich füllen. Und das nur mit Leuten, die dasselbe Ziel verfolgen. Es ist der Traum von vielen: Einen Traumkörper in kurzer Zeit zu bekommen. Und sogar die Chance, ohne richtige Ausbildung teils fünfstellige Eurobeträge zu verdienen.

Allerdings muss auch gesagt werden, dass Club W ein Vertriebssytem im Vordergrund des Unternehmens namens Juice Plus ist. (Was ist Juice Plus?)

Bevor Du weiterliest,

möchte ich nur kurz auf etwas aufmerksam machen. Alles, was hier drin steht, richtet sich weder an die Gründer und anderen „hohen Instanzen“, noch möchte ich die Community von Club W auf irgendeine Art und Weise beleidigen.

Dir als Leser möchte ich nur vor Augen halten, was Club W ist.

Was Club W meiner Meinung nach wirklich ist.

Club W zeichnet sich selbst mit dem Slogan: “It is all about the „W“ Working Where We Want, With Who We Want, When We Want”.

Das stimmt auch soweit, denn Club W ist eigentlich ein Vertrieb für Nahrungsergänzungsmittel (Supplements) von Juice Plus. Den Vertrieb organisiert der Club über seine Mitglieder. Die sind aber nicht unbedingt dabei, weil sie den Club so schätzen, sondern weil sie eine Provision für jedes verkaufte Produkt oder für jedes verkaufte Abo von einem Supplement erhalten. Wenn der Käufer diese Sachen auch weiter verkauft, so erhält der ursprüngliche Verkäufer wieder eine Provision und das geht dann immer so weiter.

Aber jetzt betrachten wir das mal ganz nüchtern.

Die Provision für die Vertreiber liegt (beispielsweise) bei 5% + 5% derjenigen, die von dem ersten Käufer kaufen + 5% derjenigen, die von dem zweiten Käufer kaufen, der vom ersten gekauft hat und so weiter. Klingt alles sehr zwielichtig nach Schneeballeffekt, ist aber an der legalen Grenze und nennt sich Multilevel-Marketing (anderes Thema). Eigentlich ein rentables Geschäft. Sind wir mal ehrlich. Man würde drei Leuten etwas weiter verkaufen und schon könnte man, wenn die Leute das Produkt fünf weiteren Leuten verkaufen würden, bei einem Einkommen von über 1500€ sein. Da muss es doch irgendwo einen Haken geben, oder? Nein, nicht einen Haken und auch nicht zwei. Das Ganze ist ein sehr gut organisierter Strukturvertrieb, der von den Vertreibern auch motiviert ausgeführt wird, da sie maßgeblich für ihren Verdienst bei der Sache verantwortlich sind.

Es gibt einen Haken.

Ich würde es fast eine Art Mafia oder Sekte nennen. Sie betreiben im gewissen Maße gemeinsam Bauernfängerei und schieben sich die Provisionen in ihren Teams zurecht, ganz provokant gesagt. Bauernfängerei nennt man Aktionen, wobei Unwissende (im übertragenem Sinne die Bauern) für eine Sache (hier der Verkauf von Produkten) akquiriert werden und der Fänger dadurch von den Bauern profitiert.

Zwar sind sie auch von Fitness begeistert, aber meiner Ansicht nach versuchen sie das nur in Geld umzumünzen. Und das Schlimme dabei finde ich ist, dass die Community das auch noch mit stolzer Brust in den Vordergrund stellt, wenn man eine Infoveranstaltung des Clubs besucht. „Die Fitnessbranche ist der in den letzten Jahren am stärksten wachsende Markt.“, war zum Beispiel ein Satz, der dort vorgetragen wurde. (Ja, ich war dort.)

Es geht hier nicht um das Ausleben eines Fitness-Lifestyles, es geht hier um Geld. Und nichts anderes. Der Slogan von Club W, sowie die 90-Tage-Challenge, sind nichts anderes als Tarnungen für einen Vertrieb. Wem soll es denn auch schon auffallen, dass sich hinter der Challenge mit dem Slogan „90-Tage-Wunschgewicht“ eine Person verbirgt, die durch fitnessverliebte Menschen Geld zu verdienen versucht.

Aber es ist nicht einfach nur „schlecht“.

Das Komplizierte an der ganzen Geschichte ist nun, dass man ihnen keine konkreten Vorwürfe machen kann. Das sagte ich ja schon zu Anfang. Ihr Produkt von Juice Plus wurde sogar an Schwangeren getestet und als gut befunden. Ok, das Produkt ist gut, aber das heißt nicht zwangsläufig, dass Club W und die Community um den Club oder dem Unternehmen herum gut sind. 

Ein gutes Produkt einer Firma ist noch kein Indiz dafür, dass die Firma gut ist.

Es ist an der Grenze des guten Willens.

Es ist ein Club, der Dich unterstützt, Deine sportlichen Ziele zu erreichen. Aber auch nur dann, wenn Du es so machst wie sie, nämlich mit (wirklich) überteuerten Nahrungsergänzungsmitteln und der Motivation, Dein eigenes Verkaufsding zu drehen. Aber es ist eben auch ein Club, dessen Mitglieder auf (wie ich finde) teils unmoralische Art und Weise (Stichwort: Bauernfängerei) versuchen, ein kleines Stück vom großen Kuchen, dem Fitnessmarkt abzukriegen.

Ich tendiere zu Letzterem.

Weil mich dieses Thema echt interessiert hat, bin ich mit einem Kumpel, auf eine Infoveranstaltung gegangen, wie oben bereits erwähnt. Der startete bei Club W gerade richtig durch. Fitness stand da als Thema definitiv im Vordergrund, aber nicht, was Fitness für großartige Vorteile für Dein Leben mitbringen kann, sondern dass es der am stärksten wachsende Markt in der Wirtschaft ist. 

Aber die Leute, die ich getroffen habe waren echt gut drauf und machten Freude. Die waren echt motiviert und wollten was reißen. Umso schlimmer, dass sie meiner Meinung nach auf der falschen Seite stehen. 

Nochmal: Die Idee des Clubs oder sogar die Idee der Firma ist gewiss nicht schlecht und unüberlegt, denn ungesund ernähren wir uns doch alle irgendwie. Und ich traue den meisten der Vertreiber auch keine schlechten Hintergedanken zu. Der Lifestyle, den dieser Club vorlebt, ist ein guter Lifestyle. Aber dabei steht eben nicht das Potenzial für die Gesundheit oder das Selbstbewusstsein durch den Fitness-Lifestyle im Vordergrund, sondern vielmehr das Potenzial im Hinblick auf Gewinnerzielung und Wertschöpfung. So ist meine Einschätzung. 

Mach Dir selbst ein Bild!

Geh auf die Website, sieh Dir an, was da abgeht. Zum Produkt noch eine negative Sache: Ein Mittel, bei dem ich im Internet auf der offiziellen Website nicht mal die Nährwertangaben und Inhaltsstoffe ohne Durchforsten der Website einsehen kann, ist für mich unverdaulich. Bei den Preisen erst recht. (Update: Nährwertangaben sind beim Artikel Erfahrungen mit Club W… einzusehen. (Siehe auch: Proteinriegel – eine Lüge für Zwischendurch)

Am Ende ist es mir wichtig, dass Leute aus dem Club W vielleicht selbst die Augen geöffnet kriegten. Und, dass ich hier lediglich kritisiere, nicht aber ausschweifend beleidigend werde. Aber: Ich glaube, dass die Freude, die diese Personen vom Club W ausstrahlen, oft echte Freude ist. Ich finde es nur schade, dass mit dieser Freude auch gleichzeitig der Geldfaktor mitzieht. 


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  1. Lukas

    Hey Julius!!!
    toll, dass du dich so für eine gerechte Aufklärung einsetzt! Es ist spannend zu sehen, wie CLUB W diverse ~Probleme~ zu haben scheint. Ich hab deinen Teil Drei noch nicht gelesen, bin aber Fan, wie du für Fitnessbegeisterste aufzeigst, wo das Problem liegen kann. Hoffe deine Arbeit geht so gut weiter und du schaffst es Leuten, Fitness-Lifestyle, in einer EHRLICHEN Form zu vermitteln.
    Liebe Grüße!!!
    Lukas

    • bloglegion.de

      Hey Lukas!
      Danke für deine wirklich motivierenden Worte! Ich bleibe natürlich an solchen Themen dran.

      Liebe Grüße,
      Julius

  2. Veronika

    Hallo Julius,

    du hast mir mit deinem Artikel gerade sehr geholfen!!! Ich habe gestern eine Anfrage von jemanden aus dem Club über Facebook erhalten. Ich war anfangs fast ein wenig angetan, mir wurde aber schnell klar, dass es sich um einen Produktvertrieb handeln muss. So habe ich geforscht. Vor dem ganzen Bla bla wollte ich zu aller erst die Zutatenliste des Produktes sehen…ja und genau das ist der Hacken! Z U C K E R bei einem Produkt in dieser Preisklasse geht das echt nicht. Dein Teil 2 ist nochmal richtig gut und dann das „i“ Tüpfelchen oben drauf! Vielen lieben Dank für deine sachliche und äußerst hilfreichen Aufklärung! Klasse Artikel, mach weiter so!

    • bloglegion.de

      Hey Veronika,

      das freut mich natürlich zu hören, dass ich dir weiterhelfen konnte.
      Vertreiber sind leider immer sehr schmeichelhaft und charmant – was die Sache im Endeffekt nicht besser macht.

      Pass auf dich auf!

      Julius

  3. Boss

    Hey hey, nur ein Satz zu dein text: wenn du nicht suchen kannst heisst nicht dass es nicht gibt. Die zutaten findest du auf diese seite ganz unten http://www.juiceplus.com/ch/fr/juice-plus-complete/products-and-ingredients 😅
    und mit das und was ich in den text lese, kann ich sagen dass du eine zu oberflächige eindruck von Thema hast 😘
    auf jedenfall viel Erfolg weiterhin 🙂 network marketing ist nicht für jeder

  4. Viktor Heind

    „dabei steht eben nicht das Potenzial für die Gesundheit oder das Selbstbewusstsein durch den Fitness-Lifestyle im Vordergrund, sondern vielmehr das Potenzial im Hinblick auf Gewinnerzielung und Wertschöpfung. So ist meine Einschätzung. “

    Wieso gehen Menschen arbeiten? Um Geld zu verdienen!
    Bei ClubW machen es die Menschen natürlich auch um Geld zu verdienen, aber nebenbei schaden sie niemanden, sondern helfen den Menschen gesünder zu leben und neuen Mitgliedern mehr aus ihren Leben zu machen als ein 9-5 job.

    Denn du sagst ja selber: „Die Idee des Clubs oder sogar die Idee der Firma ist gewiss nicht schlecht und unüberlegt, denn ungesund ernähren wir uns doch alle irgendwie. Und ich traue den meisten der Vertreiber auch keine schlechten Hintergedanken zu.“

    Viele wollen es einfach nicht wahr haben dass es Menschen gibt die sonen geilen Lifestyle leben und dabei noch Geld verdienen dürfen.

    Mein Bruder ist bei ClubW und ich habe Anfangs auch vieles hinterfragt und war sehr skeptisch!

    • bloglegion.de

      Ich bedanke mich für Deine kritische Antwort!
      Es ist absolut richtig und auch in Ordnung, dass man arbeitet, um Geld zu verdienen – selbstverständlich.

      Aber die Arbeit von Club W basiert eher darauf, den Menschen was anzudrehen, als seriös und kaufmännisch zu handeln.

      Und den einzelnen Leuten von Club W ist es meiner Erfahrung nach herzlichst egal, ob der nächste potenzielle Verkäufer, der das passive Einkommen ankurbeln könnte, seine sportlichen Ziele erreicht hat oder nicht. Da gibt es immer nur totale Heuchelei bei Facebook – Kommentare im Copy&Paste-Style, vorgefertigte Bilder und Texte, etc…nur um in den sozialen Netzwerken bspweise geschlossen aufzutreten. Und dann trifft man sich einmal in der Woche zum Joggen, um so etwas wie ein Alibi auf Facebook vorweisen zu können, dass Club W tatsächlich etwas mit dem Fitness-Lifestyle zu tun hat.
      Hauptsache Geld! Das ist die Devise. Und dies belegt sich anhand der Handlung, dass man erst was vortäuschen muss (Stichwort: Bauernfängerei), um die überteuerten und untransparenten Produkte loszuwerden. Ein cooler Lifestyle fängt nicht damit an, dass man für 50€ einen kaufmännischen Vertrag mit Juice+ abschließen muss.
      Ob das Produkt dann am Ende gesund ist, spielt keine Rolle mehr (die Qualität der vorgefertigten Trainingspläne? – Furchtbar.)

      Gewiss – der ein oder andere blüht darin auf und hat gewaltigen Spaß dran. Aber jemanden hiermit für Fitness zu begeistern ist nur ein Ziel, um damit Geld zu verdienen und ihm „gesunde“ Nahrungsergänzungsmittel verkaufen zu können.

      So sehe ich das.
      Liebe Grüße, Julius von bloglegion.de

      • Anonym

        Ich habe eine Frage zu der Aussage man müsse etwas vortäuschen um die vielleicht zu teuren Produkte zu verkaufen . Ich denke das einzige was bemängelt wird ist wohl der zu hohe preis ! Denn die Produkte sind ja bewiesen gut und wirklich hilfreich ,damit ist die empfehlung nicht in irgendeiner Weise vorgetäuscht.. Oder wie war das gemeint ?

        • bloglegion.de

          Hey, danke für Deine Frage.
          Teuer ist ja nur eine Wahrnehmung – bei jedem liegt die Grenze woanders, ab wann man etwas als teuer betrachtet.
          Schaut man aber auf das, was man mit den Produkten kriegt (Vitaminbilanz, Mineralstoffe, etc.) so ist das Preis-/Leistungsverhältnis der Punkt, der zu kritisieren ist.

          Tatsächlich ist es so, dass viele Produkte, die mit der Information auf der Packungsrückseite „Für eine gewichtskontrollierende Ernährung“ ausgestattet sind, deutlich über 30% Zucker beinhalten (sichere Quelle!). Da kann das Produkt noch so viele Vitamine beinhalten – Vorgetäuscht ist in diesem Fall, dass man durch das Produkt so wahnsinnig toll abnehmen könne, da es so viele gesunde Stoffe beinhaltet. Über die Zuckerbilanz wirst Du als Käufer erst informiert, sobald Du das gekaufte Produkt zu Hause auspackst; nämlich wenn Du auf der Verpackungsrückseite die Inhaltsstoffe präsentiert bekommst.

          Liebe Grüße, Julius

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